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HLM Diskussion 8

Zukunftsdiskussion in der HLM/BAKIP

Am 16. April 2009 diskutierten Bürgermeister Bernhard Müller und Jugendbeauftragter Mag. Christoph Gausch mit SchülerInnen der HLM/BAKIP die Ergebnisse der pro futuro-Bürgerbefragung. Dominierende Themen für die Jugendlichen waren die Sicherheit in der Innenstadt, der fehlende Busverkehr in den Abendstunden, die Drogenprävention und die Armutsproblematik.

Die Schülerinnen beklagten die Sicherheit in der Innenstadt. In diesem Zusammenhang wurde mehr Exekutive auf den Straßen eingefordert. Bürgermeister Bernhard Müller erklärte, dass er bei Unterredungen mit der Bundespolizei dies immer wieder einfordere. Die Aufstockung der Exekutivbeamten falle aber leider nicht in seinen Einflussbereich. Er verstehe aber die Sorgen der Schülerinnen. Aufgrund der Lage der Schule wurde auch die Situation im nahen Stadtpark als problematisch beschrieben. Hier halten sich Drogensüchtige und Obdachlose auf, die auf die Schülerinnen ebenfalls bedrohlich wirken.

Die Angebote im öffentlichen Nahverkehr - vor allem in den Abendstunden - werden von den Schülerinnen als stark ausbaufähig beschrieben. Nach dem Besuch von Innenstadtlokalen sei es derzeit nicht möglich, "öffentlich" nach Hause zu kommen. Selbst ein Besuch im Fischapark zum "Abendshoppen" ist mit dem Bus nicht möglich. Bürgermeister Müller stellte das Anrufsammeltaxi als kostengünstige Alternative vor. Viele Schülerinnen kannten dieses Angebot nicht. Mag. Gauch wird deshalb Informationen an die Schule übermitteln. Direktorin Buxbaum versprach, diese entsprechend an die Schülerinnen weiterzugeben.

Einige Schülerinnen berichteten, dass Sie auf dem Weg zu Bahnhof, aber auch in der Innenstadt, immer wieder von Drogendealern angesprochen werden. Bürgermeister Müller erzählte, dass die Polizei immer wieder Festnahmen durchführt, die Dealer aber sehr schwierig greifbar sind. Mag. Gausch appellierte an die Schülerinnen als beste Prävention die Angebote der Dealer einfach zu ingnorieren. Ein Dealer, der kein "Geschäft" macht, wird in Wiener Neustadt nicht lange tätig sein. Auch die strengere Kontrolle der Ausgabe von Alkohol an Jugendliche wurde diskutiert.

Großes Interesse zeigten die Schülerinnen an den Vorbereitungen für das heurige Schulschlussfest im Stadtpark. Mag. Gausch wollte sich als Mitveranstalter noch nicht in die Karten schauen lassen, versprach aber ein breiteres Programm als in den Vorjahren.

Nach knapp zwei Stunden sehr angeregter Diskussion erhielten die Schülerinnen und Schüler des BG Zehnergasse als kleines Dankeschön ein Jausensackerl, welches von der Fa. Spar gespendet wurde. Herzlichen Dank an Direktorin Mag. Anneliese Buxbaum für die Unterstützung des Projekts "pro futuro".