Am 31. März 2009 diskutierten Bürgermeister Bernhard Müller und Jugendbeauftragter Mag. Christoph Gausch mit SchülerInnen des BG Zehnergasse die Ergebnisse der pro futuro-Bürgerbefragung. Dominierende Themen für die Jugendlichen waren der Masterplan, der fehlende Busverkehr in den Abendstunden, die Sicherheit in der Innenstadt und die Angebote der Sportvereine.
Bürgermeister Bernhard Müller erklärte, dass Wiener Neustadt eine wachsende Stadt ist und es einer strategischen Vorgehensweise bedarf, um die begrenzten Freiflächen optimal für die Stadtentwicklung zu nutzen. Deshalb wurde die TU Wien gemeinsam mit lokalen ExpertInnen (Stadtentwicklungsbeirat) beauftragt, den Masterplan 2020 zu erstellen. Da aber ein ausschließlich raumplanerischer Zugang zu eng greift, wurde das Projekt „pro futuro“ ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über Expertenarbeitskreise und die Bürgerbefragung stärker einzubinden. Es gibt auch eine enge Zusammenarbeit und personelle Verschränkung zwischen beiden Projekten.
Die SchülerInnen fühlen sich in der Stadt sicher, sie würden aber mehr Polizei-Präsenz in der Innenstadt (Herrengasse) durchaus begrüßen. Zu Spannungen kommt es nach Ansicht der SchülerInnen vor allem deshalb, weil sehr unterschiedliche Zielgruppen von den einzelnen Lokalen angesprochen werden und diese Zielgruppen sich dann in die Haare bekommen. Direktor Werner Schwarz brachte zusätzlich die Angst der Eltern ein, dass den Jugendlichen beim „Weggehen“ etwas passiert. Jede Schule hat schon ihre Opfer, auch die Zehnergasse. Ängste gibt es vor allem bei den Mädchen vor dem Weg von der Innenstadt zum Bahnhof.
Die Busse der WNSKS sollten zumindest bis 21 Uhr fahren. Bürgermeister Müller erklärte, dass derzeit der Taktverkehr der WNSKS evaluiert werde und auch diese Anregungen einfließen werden.
Der Grund dafür, dass immer weniger Jugendliche in Sportvereine gehen und lieber individuell Sport betreiben, liegt laut den SchülerInnen daran, dass es zu wenig Informationen über die Angebote der Vereine gibt. Mag. Gausch verspricht Abhilfe. Es wird noch 2009 eine Jugendwebseite der Stadt geben, die diese Informationslücke schließen soll. Die Webseite wird auch Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung durch die Jugendlichen beinhalten.
Nach der Diskussion erhielten die Schülerinnen und Schüler des BG Zehnergasse als kleines Dankeschön ein Jausensackerl, welches von der Fa. Spar gespendet wurde. Herzlichen Dank an Direktor Mag. Dr. Werner Schwarz für die Unterstützung des Projekts "pro futuro".