Bürgermeister Bernhard Müller startete am 1. Juli eine neue Initiative: Im Technologie- und Forschungszentrum TFZ wurde „pro futuro. Das Zukunftsforum der Stadt Wiener Neustadt“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der international renommierte Ökonom Mag. Dr. Stephan Schulmeister sorgte als Gastreferent mit seiner Aussage, dass die zunehmende soziale Ungleichheit umkehrbar ist, für jede Menge Diskussionsstoff. In einer Gesprächsrunde unterstrichen Dr. Erich Prandler (Wirtschaftskammer) und Mag. Thomas Kaindl (Arbeiterkammer) als Vertreter des wissenschaftlichen Beirates sowie Bürgermeister Bernhard Müller und Projektleiter Mag. Michael Wilczek die Wichtigkeit einer aktiven Auseinandersetzung mit den Fragen der Zukunft. Chefredakteur Martin Gebhart vom Medienpartner NÖN führte als Moderator durch den Abend.
"Ziel von ‚pro futuro’ ist es", so Initiator Bürgermeister Bernhard Müller, "sich in Arbeitskreisen - abseits von Parteipolitik und eingefahrenen Strukturen - Gedanken über die Zukunft Wiener Neustadts zu machen". "pro futuro" soll in seinen Diskussionen unter anderem auch auf die Ergebnisse des Stadtentwicklungsbeirates und den „Masterplan Wiener Neustadt 2020“ zurückgreifen, die noch heuer auf den Tisch gelegt werden. „Es gilt Ideen zu entwickeln, wie sich Wiener Neustadt bis 2020 bzw. 2030 in den verschiedensten Lebensbereichen erfolgreich weiter entwickeln kann“, brachte Projektleiter Mag. Michael Wilczek die Zielsetzung von pro futuro auf den Punkt.
Im Herbst 2008 werden im Rahmen einer Serie von Enqueten Expertinnen und Experten gemeinsam mit namhaften FachreferentInnen Zukunftsthemen aus den Bereichen Soziale Presseaussendung Sicherheit & Generationen, Mobilität & Infrastruktur, Innovation & Wirtschaft sowie Zusammenleben & Kultur diskutieren.
Als wichtiger Eckpfeiler wird - in Kooperation mit der Fachhochschule Wiener Neustadt - im Herbst 2008 eine breit angelegte "Zukunftsbefragung" der Wiener Neustädter Bevölkerung (flächendeckend alle 21.000 Haushalte) durchgeführt. "Durch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erkennen wir zukünftige Entwicklungen schon jetzt und können passende Antworten finden bzw. Lösungsvorschläge entwickeln", hob Bürgermeister Müller die besondere Bedeutung der Bürgerbeteiligung für das Gelingen von "pro futuro" hervor.
Am Ende des Prozesses werden alle Ergebnisse zusammengefasst und in ein von der Bevölkerung getragenes Zukunftsprogramm gegossen. Unter dem Strich handelt es sich dabei um ein in dieser Form in Wiener Neustadt noch nie da gewesenes BürgerInnen-Beteiligungsmodell.
Bürgermeister Bernhard Müller freute sich über das rege Interesse an der Auftaktveranstaltung: "Bei diesem Projekt darf, soll und muss nach-, quer- und vorgedacht werden. Tabus sind tabu, Visionen sind erwünscht, Unkonventionelles ist gefragt."
Wiener Neustadt, 2. Juli 2008
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